Sparkassen-StandardRating
Hier zählen nicht nur die Zahlen
Das Sparkassen-StandardRating liefert eine trennscharfe und stabile Bonitätseinschätzung für Unternehmenskunden.
Neben Finanzkennzahlen werden auch zahlreiche qualitative Faktoren bewertet. Die StandardRating-Note dient als objektives Entscheidungskriterium im Kreditvergabeprozess, als Grundlage für eine risikogerechte Preispolitik und die Risikosteuerung im Institut.
In vier Stufen zur Rating-Note
Beim Sparkassen-StandardRating stehen die wirtschaftliche Stärke und Qualität des bewerteten Kunden im Mittelpunkt der Betrachtung. In einem Prozess mit bis zu vier Stufen analysiert das Verfahren alle Risikoaspekte des Kunden.

1. Stufe – Finanzrating: Basis für die Kundenbewertung
Das Finanzrating basiert auf dem Jahresabschluss. Bei Kunden mit freiberuflicher Tätigkeit wird alternativ die Einnahmen-Überschuss-Rechnung herangezogen. Die darin enthaltenen Informationen werden zu verschiedenen Kennzahlen verdichtet, wie z. B. der Umsatzrentabilität und Cash-Flow-Kennzahl. Diese fließen dann in die Bonitätsbewertung ein.
2. Stufe – Qualitatives Rating: Nicht nur Zahlen zählen
In das Qualitative Rating fließen Faktoren jenseits des Jahresabschlusses ein. Die Managementqualitäten der Unternehmensführung und die Marktstellung des Unternehmens werden so bewertet. Dabei werden Stärken positiv gewürdigt, ohne die eventuellen Defizite zu ignorieren. Ebenso wichtig sind Informationen über die Kontoführung bei der Sparkasse bzw. Landesbank.
3. Stufe – Warnsignale: Die Zeichen richtig deuten
In dieser Stufe können Warnsignale zur Abstufung der bisher ermittelten Rating-Note führen. Solche alarmierenden Anzeichen treten oft erst kurz vor einer Unternehmenskrise auf. Typische Warnsignale sind die Zustellung eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses, Lastschriftrückgaben mangels Kontodeckung oder nicht bezahlte Darlehensraten.
4. Stufe – Haftungsverbund: Unterstützung in Sicht?
Das Sparkassen-StandardRating bewertet immer die kleinste rechtliche Einheit, also jeden Kunden, für sich. In der letzten und vierten Stufe wird jedoch berücksichtigt, ob sich ein Unternehmen innerhalb einer Konzernstruktur befindet. Im Rating-Prozess wird die Art der Verflechtung zwischen den Unternehmen innerhalb einer Konzernstruktur — und damit die Wirkung auf die Bonität des Unternehmens — bewertet.
Das Stärken-Potenzial-Profil visualisiert das Rating-Ergebnis
Um ihren Kunden die Rating-Ergebnisse zu veranschaulichen, können die Berater in den Sparkassen das Stärken-Potenzial-Profil (SPP) einsetzen. Es zeigt dessen Stärken und Potenziale anhand von Tachometern auf. Die einzelnen Kennzahlen werden auf Wunsch erläutert. Dabei kann das SPP kundenindividuell erstellt werden. Zeitreihen und Branchenvergleiche runden die SPP-Auswertung bei Bedarf ab.

Passende Verfahren für verschiedene Unternehmenstypen
Fünf Kundensegmente unterscheidet das Sparkassen-StandardRating. Für jedes Segment wurde ein angepasstes Rating-Modul entwickelt. Die Auswahl der Kennzahlen und Informationen für die Bonitätsprüfung unterscheidet sich je nach Unternehmensgröße und Branche.
