Verlustschätzung

Die integrierte Verlustdatensammlung stellt eine weitgehend automatisierte Unterstützung für die Erfassung, Verwaltung und Analyse von Verlustdaten dar.

Wenn Kreditnehmer ausfallen – also in Zahlungsverzug geraten oder ganz zahlungsunfähig werden – müssen die Verlustdaten gesammelt werden. Dazu gehören alle Informationen, die Zahlungsflüsse nach Ausfall des Kreditnehmers betreffen. Auf dieser Datengrundlage können Verwertungs-, Einbringungs- und Verlustquoten abgeschätzt werden. Die Kalkulation der Risikokosten für künftige Geschäfte setzt auf diesen Werten auf.

Weiterer Nutzen: Abwicklungscontrolling

Die integrierte Verlustdatensammlung konsolidiert die Daten ausgefallener Kunden, die von ihnen gestellten Sicherheiten sowie alle Zahlungen im Zusammenhang mit der Abwicklung eines Kundenengagements. Dies liefert auch Hinweise für Optimierungspotenzial im Abwicklungsprozess.

Gemeinsamer Datenpool

Die Verlustdaten der einzelnen Institute werden im Verlustdatenpool der Sparkassen-Finanzgruppe bundesweit gesammelt. Dadurch verfügen alle Institute über eine repräsentative Verlustquotenschätzung – auch für solche Segmente, die in einzelnen Häusern aufgrund geringer Datenmengen nicht auswertbar wären. Auf dem Poolgedanken baut auch eine gemeinsame Lösung für die Abgabe der Hard Test Meldung auf. Mit dem Betriebswirtschaftlichem Bericht zur Verlustschätzung erhalten die Institute ein umfassendes Feedback über die gelieferten Daten und den daraus abgeleiteten Parametern.